El Salvador ist eines der am dichtesten bevölkerten Länder weltweit. Und eines der ärmsten. Auf einem Quadratkilometer leben durchschnittlich mehr als 320 Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 231. Und die Bevölkerung wächst schnell. Selten gibt es eine ausreichende Müllabfuhr und eben das bedeutet eine Gefahr für die Gesundheit der ohnehin von den Lebensumständen geschwächten armen Bevölkerungsmehrheit. Zu den größten Problemen insbesondere der Städte zählt – neben der fehlenden öffentlichen Sicherheit – die Sammlung bzw. Entsorgung von Abfällen. Die kommunale Müllabfuhr steht vor einem wachsenden Problem, ohne über die ausreichende Zahl entsprechender Fahrzeuge zu verfügen. Tatsächlich sind von den vorhandenen Fahrzeugen auch noch viele durch Betriebsalter und hohe Beanspruchung bedingt in einem sehr schlechten Zustand.

Müll in El Salvador ist nicht nur ein ökologisches und gesundheitsrelevantes Problem, es ist auch ein soziales und hochpolitisches. Viele von der FMLN – der früheren Befreiungsbewegung und seit 2009 in Regierungsverantwortung stehenden Partei – geführte Stadtverwaltungen tun sich trotz ihres politischen Willens und ihres Engagements gleichermaßen schwer mit der Finanzierung der auch nur allernotwendigsten kommunalen Aufgaben, denn die Steuereinnahmen sind auf Grund der marginalisierten Bevölkerungsmehrheit sehr gering, Bedarfe und Aufgaben im Sozialbereich dagegen riesengroß.

Bisher konnte die Flüchtlingshilfe Mittelamerika e. V. in Zusammenarbeit mit FMLN-geführten Stadtverwaltungen und Dank großzügiger Spender mehrere Müllfahrzeuge nach El Salvador verschiffen. Die Fahrzeuge waren für Mejicanos, Cuscatancingo und San Francisco Javier bestimmt, wo sie gute Arbeit leisten. Organisiert wurden auch Arbeitsgeräte und Schutzkleidung. Weitere Müllwagen werden gesucht.

Spendenkonto

Flüchtlingshilfe Mittelamerika e. V.
Bank für Sozialwirtschaft, Köln
IBAN: DE59 3702 0500 0008 2043 00
BIC: BFSW DE33 XXX

Verwendungszweck „Müllentsorgung“