„Dies ist doch für unsere Kinder, für unsere Zukunft.“ Miguel ist Mitglied der directiva comunal von Amando López, dem Gemeinderat des Ortes. Wie Miguel engagieren sich auch andere campesinas und campesinos, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, für „ihr“ Kinderzentrum – genauer gesagt „centro de bienestar infantil“, Zentrum für das kindliche Wohlergehen – in der Gemeinde.

Es ist eines von fünf in der Region des Bajo Lempa de Jiquilisquo, am linken Ufer des Mündungsgebietes des größten mittelamerikanischen Flusses. Rund 10.000 Menschen leben dort – in ihrer Mehrzahl ehemalige Flüchtlinge und Vertriebene oder Angehörige der früheren Befreiungsbewegung FMLN. Hier in den Kinderzentren geht es um die pädagogische Begleitung der Kinder ebenso wie um eine verbesserte Ernährung und um eine Gesundheitsvorsorge. Am Bajo Lempa besuchen rund 200 Kinder – darunter auch solche aus Nachbardörfern – die fünf Kinderzentren in den Gemeinden Nueva Esperanza, Ciudad Romero, El Presidio Liberado, Amando López Quintana, und Octavio Ortiz.

Die Kinderzentren sind – so sagen es die Leute hier – ein Segen, nicht nur für alleinerziehende Mütter. In vielem ähneln die Zentren den Kindergärten in Deutschland: Es geht es um Spiel, Sport und Tanz, um Gesang und Musik, um Hygiene und Ernährung. Doch die die wirtschaftliche Situation hier vor Ort ist sehr schwierig, viele Kinder sind mangel- oder unterernährt.

Mit der seit 2009 an der Regierung sich befindenden FMLN gab es erstmalig finanzielle Unterstützung für die Kinderzentren. Dank der Solidarität von Pfarrgemeinden in Deutschland und in El Salvador stehen als wertvolle und gesunde Ergänzung der vom Ministerium gelieferten Grundnahrungsmittel auch Eier, Käse, Gemüse, Obst und – einmal wöchentlich – etwas Fleisch auf dem Speisezettel.

Die Flüchtlingshilfe Mittelamerika unterstützt zusammen mit ISNA – Instituto Salvadoreño para el Desarrollo Integral de la Niñez y Adolescencia und Partnergruppen die fünf Kinderzentren am Bajo Lempa – unter anderem bei den Personalkosten für Erzieherinnen und Köchinnen. Möglich ist dies allein durch Spenden.

Spendenkonto

Flüchtlingshilfe Mittelamerika e. V.
Bank für Sozialwirtschaft, Köln
IBAN: DE59 3702 0500 0008 2043 00
BIC: BFSW DE33 XXX

Verwendungszweck „Kinderzentren“